Sky DSL

Internet via Satellit (Stand 03/2021)

Was ist Internet via Satellit

Man hat von dieser Möglichkeit noch nicht viel gehört . Also ein paar Worte zum Prinzip. Umgagssprachlich ist dieses Prinzip als SAT-DSL bekannt. Es handelt sich technisch nicht um DSL . Die Bezeichnung SAT-DSL hat sich einfach eingebürgert, auch wenn es um Breitband-Internetzugänge via Satellit geht.

Richtig ist Internet via Satellit. Das Funktionsprinzip ist einfach: Die Nutzer werden nicht wie bei DSL per Kabel an das Netz der Provider angeschlossen, sondern via Funk. Eine Zweiwege-Satellitenantenne sendet und empfängt die kodierten Datensignale über einen Satelliten. Diese steht mit einer Bodenstation in Kontakt, die an das Internet angebunden ist. So ist es am einfachsten erklärt.

Vorteile von Internet via Satellit

Es ist die uneingeschränkte Verfügbarkeit, bei freier Sicht in den Himmel. Dagegen kann Jeder, bei dem die Möglichkeit zur Installation einer Satellitenschüssel besteht, mit korrekter Ausrichtung ohne Hindernisse, einen Internetzugang per Satellit nutzen. Die Übertragungsgeschwindigkeiten bewegen sich im Rahmen von rund 1-20 MBit, je nach Anbieter.

Fast alle Anbieter bieten Komplettpakete mit Telefon und optional TV, wie man es meist kennt. Ein weiterer ökologischer Vorteil ist, dass es nur einen Satelliten benötigt. Der derzeit entscheidende Vorteil seit neustem ist,  dass einige Anbieter jetzt Tarife ohne Drosselung im Angebot haben.

marktgängige Anbieter

In Deutschland gibt es vier große Provider für SAT-DSL sind SkyDSL, Filiago, StarDSL. und getinternet
Demnächst kommt noch Starlink hinzu. Musk läßt Grüßen.

Derzeit bietet SkyDSL die günstigsten und attraktivsten Tarife. Das Unternehmen bietet drei 2-Wege-Pakete (bi-direktional) an.
Die Preise bewegen sich für den Einstieg zwischen 12.90 € und 29.90 € im Monat und werden für Flat und Schnell bis 99.- € gehen. Die schnellste Internetverbindung des Anbieters bietet eine Download-Geschwindigkeit von 40 Mbit/s mit unbegrenztem Datenvolumen. Lediglich der kleinste Tarif hat eine Datengrenze. Bei der Hardware gibt es Mietkauf (24 Monate zu je 9.90 €), eine monatliche Miet-Rate für 4.90 € + einmalig 69.90 € oder den vollständigen Kauf.

Bei Filiago (SAT Surf) bietet ebenfalls das gesamte Spektrum von günstigen Volumentarifen bis hin zu Unlimitierten Flatrates. Der Einstieg beginnt bei SAT Surf bereits ab 19.95 € im Monat. Allerdings stehen dann monatlich nur 5 GB zur Verfügung, was bestenfalls für Mails und Social Media reicht. Für Familien und Vielnutzer empfiehlt sich der Griff zum Premium 100 Tarif mit 100 GB oder zur Flatrate. Letztere kostet 69.95 € im Monat. In allen Tarifen ist allerdings eine Art Nachtflat enthalten, wo zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh kein Volumen angerechnet wird. Frühaussteher könnten also größere Downloads in die Nachstunden verschieben. Die Bandbreite ist mit bis zu 50 Mbit/s etwas breiter. Im Premiumtarif gibt es keine Begrenzung des Datenvolumens – in den kleineren Tarifen gibt es Limits von 5, 20 oder 100 GB Daten. Diverse Sat-Anlagen und Hardware-Kits kann man dazu kaufen.

StarDSL (Tooway): Dahinter verbirgt sich ein Angebot der “StarDSL AG”. Zum Angebot gehört ein halbes Dutzend Privat- und Businesskunden-Tarife, Telefonie und Digitalfernsehen. Die Pakete sind mit einem festen Inklusivvolumen zwischen 10 und 150 GB / Monat versehen. Eine Voll-Flatrate fehlt mittlerweile leider komplett. Die Datenrate ist übrigens in allen Privat-Tarifen gleich und liegt bei 30 MBit im Downstream und 6 MBit im Upstream. Die Differenzierung der Tarife erfolgt also rein über das monatliche Highspeed-Volumen.

getinternet hat sich auf Tarife fürs Internet über Satellit spezialisiert. Bei diesem Provider liegt die maximale Download-Geschwindigkeit bei 50 Mbit/s. Das Datenvolumen ist unbegrenzt. Die Sat-Anlage kann man kostengünstig leihen oder kaufen.

Starlink: Eigentlich galt das Modell “Internet per SAT” schon längst als überholt. Doch 2021 startete Elon Musks (Tesla) „Starlink“ und eröffnete vielleicht eine neue Ära in Sachen SAT-Internet. Denn Starlink will alltagstaugliches Internet mit hoher Bandbreite und relativ niedriger Latenz überall auf der Welt ermöglichen. Also selbst im hintersten Winkel jeder norddeutschen Insel oder im Norden Kanadas. Noch ist das Angebot in Deutschland nicht gestartet, aber seit Q1/2021 laufen die Vorbestellmöglichkeiten.

Ausblick Stand 210321: In Deutschland wird zunächst nur einen Tarif angeboten werden. Ersten Aussagen nach soll dieser 99 € monatlich kosten. Klingt erstmal viel, doch in Regionen ohne Alternative per (V)DSL oder 4G/LTE relativiert sich das schnell. Dafür soll man eine echte Flat erhalten und das bei einer Datenrate zwischen 50 und 150 MBit und einer Latenzen von 20-40 ms (entspricht in etwa VDSL). Für die Antenne und sonstige Hardware sind einmalig 499 € einzuplanen. Aktuell ist dies bereits unter starlink.com gegen eine Sicherheit von 99 € , die später verrechnet wird, vorbestellbar.

„Starlink“-Satelliten von SpaceX: Weitere 60 Satelliten vor dem Start

https://www.fr.de/wissen/starlink-satelliten-spacex-elon-musk-beobachten-sehen-perlenkette-lichterkette-himmel-zr-13270127.html

Fazit (03/2021) zu den SAT-Anbietern:

Wer eine Flatrate ohne Drosselung möchte, und die Wahl zwischen LTE und Sat-DSL hat, liegt bei SkyDSL bzw. Filiago richtig. Günstiger wird man einen ungedrosselten Breitbandzugang nicht erhalten.

Internet via Satellit update (Stand 09/2022)

Zum heutigen Stand konzentriere ich mich rein auf Starlink.

Bei Starlink steigen die Zahl der Nutzer, aber die Geschwindigkeit sinkt. Laut Ookla (https://www.speedtest.net/de) Ookla, das weltweit Internet-Geschwindigkeiten misst, reduzierte sich die Downloadgeschwindigkeit um bis zu 54 Prozent. In den USA wurden im Starlink-Netz s nur noch 60 Megabyte pro Sekunde gemessen. Das klingt zunächst nicht gut, könnte sich aber dennoch zu einem Vorteil entwickeln. Die Zahlen sind immer noch sehr stabil und für durchschnittliche Internetnutzer völlig ausreichend. In Frankreich wurden Geschwindigkeiten um die 100 Megabyte pro Sekunde gemessen, was sogar sehr gut ist. Allerdings habe ich hier in Frankreich über O2 LTE im Download Mbps 112.19 erreicht und im Upload Mbps 14.38 Ping ms 79 (GigaCube im Fach oben im Wohnmobil) gemessen.

Grund für die fallende Datenrate ist der starke Anstieg der Nutzer von Starlink. Mehr als 400.000 Menschen greifen weltweit mittlerweile auch aus abgelegenen Gebieten der Erde auf das Satelliteninternet zu, unter anderem von Kreuzfahrtschiffen. Auch die Unterstützung der Ukraine kostet mit Sicherheit Kapazität.

Zudem hat sich Starlink auf drei Nutzersäulen gestellt – Home, Mobil und Maritim. Für den Homebereich ist der Preis vom 100.- Euro auf 80.- Euro gesunken und wird bei weiterem Markgewinn wohl noch weiter sinken. Ich gehe davon aus, dass er sich bei 50.- Euro monatlich einpendeln wird.

Die Geschwindigkeiten bleibt bei einem gut nutzbaren Maß, und ist eher als Erfolg zu verbuchen. 2023 sollen auch einige T-Mobile-Nutzer mit ihren Handys auf Starlink zugreifen können. Die Zahl der Teilnehmer wird damit noch erhöht und könnte das Satelliteninternet als Projekt verwirklichen, das wirklich wie geplant funktioniert.

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